Rotatorenmanschettennaht
Ein Riss der Rotatorenmanschette zählt zu den häufigsten Ursachen für anhaltende Schulterschmerzen und Kraftverlust. Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln und ihren Sehnen, die das Schultergelenk stabilisieren und nahezu jede Armbewegung ermöglichen.
Kommt es durch einen Unfall, Verschleiß oder eine Kombination aus beidem zu einem Sehnenriss, können Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und ein deutlicher Kraftverlust auftreten. Ist die Sehne vollständig gerissen oder eine konservative Behandlung nicht erfolgreich, kann eine arthroskopische Rotatorenmanschettennaht die beste Therapie sein.
Eine operative Versorgung kommt insbesondere infrage bei:
Je früher ein geeigneter Sehnenriss behandelt wird, desto besser sind häufig die Heilungschancen.
Die Rotatorenmanschettennaht erfolgt heute in den meisten Fällen minimalinvasiv (arthroskopisch).
Über wenige kleine Hautschnitte wird eine Kamera in das Schultergelenk eingeführt. Anschließend wird die gerissene Sehne sorgfältig mobilisiert und mit speziellen Knochenankern wieder an ihrem ursprünglichen Ansatz am Oberarm befestigt.
Falls notwendig, können während derselben Operation weitere Veränderungen behandelt werden, beispielsweise:
Durch die minimalinvasive Technik werden umliegende Gewebe geschont und die postoperative Erholung unterstützt.
Nach einer Rotatorenmanschettennaht benötigt die Sehne ausreichend Zeit zum Einheilen.
Dazu wird die Schulter zunächst mit einer speziellen Armschlinge ruhiggestellt. Bereits früh beginnt jedoch eine individuell abgestimmte physiotherapeutische Nachbehandlung, um die Beweglichkeit schrittweise wiederherzustellen.
Der genaue Rehabilitationsplan richtet sich unter anderem nach:
Die vollständige Belastbarkeit wird in der Regel innerhalb mehrerer Monate erreicht.
In der OC Orthochirurgie setzen wir auf moderne arthroskopische Operationsverfahren sowie eine individuelle Behandlungsstrategie.
Unser Ziel ist es,
Eine ausführliche Beratung sowie eine sorgfältige Diagnostik bilden dabei die Grundlage jeder Behandlung.
Nein. Kleinere oder degenerative Risse können häufig zunächst konservativ behandelt werden. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt von Größe des Risses, Beschwerden, Alter und Aktivitätsniveau ab.
Die Sehne benötigt mehrere Monate, um sicher einzuheilen. Die meisten Patienten erreichen nach etwa 4 bis 6 Monaten eine gute Schulterfunktion, abhängig vom individuellen Heilungsverlauf.
Während der Operation verspüren Sie keine Schmerzen. Nach dem Eingriff stehen moderne Schmerztherapien zur Verfügung, sodass die Beschwerden in der Regel gut kontrolliert werden können.
Ja. Nach erfolgreicher Heilung und abgeschlossener Rehabilitation können viele Patienten wieder Sport treiben. Der Zeitpunkt richtet sich nach Art des Sports und dem individuellen Heilungsverlauf.
Leiden Sie unter Schulterschmerzen oder wurde bei Ihnen ein Rotatorenmanschettenriss festgestellt?
Das Team der OC Orthochirurgie berät Sie umfassend und entwickelt gemeinsam mit Ihnen die optimale Behandlung für Ihre Schulter.
Nüchternheit (meist 6 Stunden ohne Essen, 2 Stunden ohne klare Flüssigkeit) und Medikamenteneinnahme richten sich nach der Art der Narkose und Ihrer Situation. Blutverdünner (z. B. ASS, Marcumar, Eliquis) nie eigenmächtig absetzen, sondern vorher mit uns besprechen.
Das hängt vom Eingriff ab: Lokalanästhesie, Regionalanästhesie oder Vollnarkose. Das klären wir im Vorgespräch.
Der Kontrolltermin wird bei der Entlassung vereinbart, in der Regel am nächsten Werktag oder innerhalb einer Woche. Kontrolltermine können Sie mit Ihrem Präferenzarzt vereinbaren.
Bitte folgen Sie den Anweisungen Ihres Operateurs bzw. Behandlers. Halten Sie den Verband sauber und trocken und wechseln Sie ihn nicht ohne Anweisung. Duschen und Baden richten sich nach dem Eingriff.
Belastung, Sport, Autofahren und Arbeitsfähigkeit hängen vom Eingriff ab. Die Richtwerte besprechen wir mit Ihnen, bei Hernien- oder Arthroskopie-Seiten stehen sie auch dort.
Bei vielen Eingriffen (z. B. Kreuzband, Schulter) ist sie wichtig. Das Rezept stellen wir bei der Nachkontrolle aus.
Bei zunehmenden Schmerzen, starker Schwellung, Rötung oder Überwärmung, Fieber über 38,5 °C, Nachblutung, Wundsekret, Taubheit oder Durchblutungsstörung. Operierte Patienten erhalten von ihrem Arzt eine Telefonnummer für diesen Fall. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall die 112.